Nachhaltiges Home Office – Tipps für mehr Produktivität im Homeoffice

Das durch die aktuelle Corona Pandemie bedingte Umdenken in Sachen Homeoffice führt dazu, dass das Arbeiten in den eigenen vier Wänden in immer mehr Unternehmen und damit für immer mehr Arbeitnehmer zur gängigen Praxis wird. Für uns Anlass, das Thema Homeoffice vor allem in Sachen Nachhaltigkeit ein wenig genauer zu beleuchten. 

Bereits im ersten Teil unserer Serie haben wir festgestellt, dass das Arbeiten von Zuhause im direkten Vergleich unter anderem aufgrund wegfallender Arbeitswege nicht nur deutlich nachhaltiger ist, sondern sich auch positiv auf unsere Work-Life-Balance auswirkt. Gleichzeitig bedarf es aber auch unser Handeln, damit das umweltbewusste Arbeiten in den eigenen vier Wänden gelingt (s. Tipps zum umweltbewussten Arbeiten in den eigenen vier Wänden).

Gleiches gilt auch, wenn es darum geht, vom heimischen Arbeitszimmer aus möglichst produktiv zu sein.

Denn zwar lassen sich im Homeoffice grundsätzlich ideale Rahmenbedingungen für produktives Arbeiten schaffen, es gibt aber auch einige Stolpersteine, die die Produktivität im Homeoffice durchaus negativ beeinflussen können. 

Um dir dabei zu helfen, solche Hürden zu umgehen und eine solide Grundlage für produktives Arbeiten von Zuhause zu schaffen, haben wir nachfolgend einige Tipps für mehr Produktivität im Homeoffice für dich zusammengestellt. 

 

Stress lass nach – Warum es im Home Office entspannt(er) zugeht 

Morgens den Wecker einfach etwas später stellen und nach der gewohnten Morgenroutine mit einem Kaffee aus der eigenen Maschine ganz entspannt in den Arbeitstag starten – Das Arbeiten im Homeoffice macht das tägliche Pendeln ins Büro überflüssig, erspart uns damit den morgendlichen Berufsverkehr oder die Fahrt in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln und sorgt so ganz nebenbei für eine ausgeglichenere Work-Life-Balance. Tatsächlich ist der tägliche Weg zur Arbeit und zurück nämlich Untersuchungen zufolge einer der Stressfaktoren überhaupt und mit jeder Minute Pendeln sinkt unser Wohlbefinden. 

Dementsprechend positiv wirkt es sich aus, wenn wir die durch den wegfallenden Arbeitsweg gewonnene Zeit für uns nutzen können. Ob wir nun morgens länger schlafen, vor Arbeitsbeginn noch ganz in Ruhe die Zeitung lesen oder eine Runde meditieren, mittags in der eigenen Küche selbst frisch kochen oder eine Runde um den Block drehen, um uns die Beine zu vertreten oder abends nach getaner Arbeit direkt unser Fitnessprogramm absolvieren, statt uns vorher erst noch durch den Feierabendverkehr quälen zu müssen, das plötzlich vorhandene Plus an Zeit kommt uns und unserer Gesundheit zugute. 

Gleichzeitig sind wir im Homeoffice tatsächlich meist produktiver, was vor allem daran liegt, dass wir uns dank fehlender Großraumbüro-Atmosphäre oft besser und länger am Stück konzentriert einer Aufgabe widmen und wir gefühlt selbstbestimmter arbeiten können, wenn uns Kollegen oder gar Chef nicht ständig über die Schulter schauen. 

 

Die Ergebnisse einer großangelegten Studie der Krankenkasse DAK, für die die Forschungsinstitute IGES und Forsa vor und während der Corona-Pandemie jeweils rund 7.000 Beschäftigte befragt hatten, dürften daher nicht überraschen. Demnach verbuchen nämlich viele Arbeitnehmer, die in Folge der Pandemie an den heimischen Schreibtisch umgezogen sind, diesen Wechsel als durchweg positive Erfahrung und so mancher kann sich gut vorstellen, auch zukünftig – zumindest zeitweise – weiter im Homeoffice zu arbeiten. Zu dieser Einschätzung führten vor allem der Zeitgewinn durch den wegfallenden täglichen Arbeitsweg sowie das von den Befragten im Homeoffice als entsprechend geringer erlebte Stresslevel, die beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden gegebene bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das daraus resultierende Mehr an Zeit für eben diese und die im heimischen Arbeitszimmer gefühlt höhere Produktivität. 

 

Zwischen Familie und Karriere – Wie das Homeoffice zum Produktivitäts-Killer werden kann

Insgesamt scheint das Arbeiten im Home Office damit weitaus effektiver zu sein als sein Ruf es zunächst vermuten lässt. Vor allem aus Arbeitgebersicht wird die Heimarbeit schließlich vielfach noch immer eher kritisch betrachtet und nicht selten momentan aus offensichtlichen Gründen nur geduldet statt wirklich befürwortet. 

Doch klar ist auch: Abseits aller Vorteile birgt das Homeoffice auch seine Tücken. So erfordert das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus nicht nur die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich zunächst ein Stück weit neu und vor allem selbst zu organisieren, es ist auch eine nicht zu unterschätzende Herausforderung das plötzlich nicht mehr strikt voneinander abgegrenzte berufliche und private Leben miteinander zu vereinen. Nicht selten fällt es also schwer, nach getaner Arbeit abzuschalten und nach Feierabend nicht doch noch den Anruf vom Chef anzunehmen oder vor dem Zubettgehen noch mal kurz die E-Mails zu checken. 

Daraus resultierend ergab die DAK-Studie auch, dass fast jeder zweite im Homeoffice Tätige die klare Trennung zwischen Job und Privatleben vermisst. Ergänzend fehlt vielen Befragten der direkte Kontakt zu den Kollegen. Denn auch wenn wir jeden Tag wertvolle Pendelzeit sparen und so Leerzeiten vermeiden, uns unsere Arbeits- und Pausenzeiten individueller einteilen und im Idealfall konzentrierter arbeiten können, geht der persönliche Kontakt im Büro bzw. mit den Kollegen im Home Office ein Stück weit verloren und die fehlende direkte Kommunikation kann durchaus Einfluss auf unsere Produktivität haben.  

Dazu kommt:  Während Unternehmen, in denen regelmäßiges Homeoffice bereits vor Corona gang und gäbe war, den Heimarbeitsplatz ihrer Mitarbeiter nicht selten und teilweise sogar mit Arbeitsexperten oder -ergonomen und entsprechend ergonomischem Bürostuhl samt Schreibtisch, optimaler Lichtquelle und firmeneigenem Monitor professionell ausstatten (lassen), sind im Zuge der Corona-Pandemie viele Home Office-Konstellationen eher aus der Not heraus entstanden und finden damit erst Recht unter erschwerten Bedingungen statt. Und so verbringen viele von uns den Arbeitstag nicht an voll ausgestatteten und rundum ergonomisch eingerichteten Arbeitsplätzen, sondern sitzen stattdessen am Küchentisch und arbeiten an viel zu kleinen Notebook-Bildschirmen.  

Wer nicht den Luxus eines eigenen Arbeitszimmers hat und deshalb auf den Küchentisch oder die Schreibtisch-Notlösung im Wohnzimmer ausweichen muss, ist darüber hinaus gerade in Zeiten von #stayhome und #homeschooling immer mitten im Geschehen und damit von konzentriertem, produktivem Arbeiten meist weit entfernt. 

 

5 Tipps für produktives Arbeiten von Zuhause 

Ein Arbeitsweg von wenigen Metern statt lästiges Pendeln, bequeme Wohlfühlkleidung statt Pumps und Krawatte, Familie statt Kollegen – Das Arbeiten im Homeoffice bietet zwar viele Freiheiten, lässt produktives Arbeiten aber nur dann zu, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. 

Damit es dir gelingt, die Arbeit im Homeoffice möglichst effizient zu gestalten und dein Arbeitspensum zu bewältigen, braucht es daher einige Grundregeln. Selbst geschaffene Routinen und feste Strukturen sind dabei ein wesentlicher Garant für Produktivität. 

 

1. Schaffe ein produktives Arbeitsumfeld 

Produktivität im Homeoffice hat viel mit deiner Umgebung zu tun. Daher gilt: So bequem es auch sein mag, den Laptop einfach mit aufs Sofa zu nehmen und sich hier gemütlich ausgestreckt deinen Aufgaben zu widmen, wenn sich dein Körper dabei wie beim Fernsehabend fühlt, fällt es schwer, konzentriert zu arbeiten und wirklich produktiv zu sein. 

Und: Ordnung ist das halbe Leben – Geschirr, Wäsche, Kinderspielzeug, Akten, Unterlagen, Dokumente, private Briefe und Rechnungen, tobt das Chaos um uns herum und führt uns ständig alle unerledigten Aufgaben vor Augen, fällt es schwer, Prioritäten zu setzen und sich konzentriert und damit wirklich effektiv einer Sache zu widmen. Eine räumliche Trennung oder zumindest eine bewusste Abgrenzung zwischen Arbeits- und Schlaf- bzw. Ruheplätzen hilft dir daher dabei, klarer zwischen Arbeitszeiten, Pausen und Feierabend zu unterscheiden und führt so ganz nebenbei zu höherer Konzentration und einem besseren Workflow. 

Zusätzlich schafft ein heller, freundlicher und stets aufgeräumter und gut strukturierter Arbeitsplatz beste Voraussetzungen für Produktivität. Denn so banal es klingt, aber Struktur auf dem Tisch sorgt auch für Klarheit im Kopf. Arbeitest du aus Platzgründen am Küchentisch, sollte dieser während deiner Arbeitszeit dementsprechend ausschließlich der Arbeit vorbehalten sein. Private Unterlagen, die darauf warten, abgeheftet zu werden, Rechnungen, Elternbriefe und die neuesten Kunstwerke der Kinder haben in dieser Zeit nichts auf dem Tisch verloren.  

Für mehr Ordnung und Struktur sorgen zum Beispiel unsere Stiftehalter, Stehsammler sowie unsere Dokumentenablagen und Schreibtischorganizer aus nachhaltigem Bambus. Die Büro-Gadgets verwandeln deinen Arbeitsplatz dank ihrer Naturholz-Optik nicht nur optisch in eine echte Wohlfühloase, sondern lassen diesen direkt aufgeräumter erscheinen – und das ganz nachhaltig, denn sie bestehen zu 100% aus Bambus und damit aus ressourcenschonendem Material. Stifte, Post-It-Zettel, Notizen, Mitschriften, Briefe, lose Blätter, Akten, Dokumente, Zeitschriften u.v.m. sind im Handumdrehen ordentlich verstaut und gleichzeitig stets griffbereit. 

 

2. Strukturiere deinen Arbeitsalltag 

Den Wecker einfach Wecker sein lassen und ganz in Ruhe ausschlafen, sich dann noch im Schlafanzug mit einer Tasse Kaffee an den PC setzen, um erstmal die E-Mails zu checken, Pausen einlegen und Feierabend machen, wann immer man möchte, die Selbstbestimmtheit und die Unabhängigkeit, die das Homeoffice mit sich bringt, sind durchaus verlockend. Ganz ohne Struktur verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben allerdings schnell und du verlierst dich aller Wahrscheinlichkeit nach schnell in einem untrennbaren Mix aus Arbeit und Privatem.

Daher sind auch, wenn du von Zuhause aus arbeitest, Strukturen in Form fester Arbeitszeiten und Routinen sinnvoll. Stehe weiterhin morgens zur gewohnten Zeit auf, erledige deine Morgenroutine, gönne dir einen Kaffee und ein ausgewogenes Frühstück und starte dann relaxed in den Arbeitstag. Und auch, wenn es vermutlich niemanden interessiert, wenn du auch mittags noch im Schlafanzug vor dem Rechner sitzt: Unterbewusst signalisierst du mit dieser Kleiderwahl, dass du noch nicht bereits bist, zu arbeiten. Das wiederum beeinflusst deine Produktivität. 

Natürlich musst du ab sofort nicht gleich im schicken Anzug oder Kostüm im Homeoffice sitzen, doch ein bequemes Homeoffice-Outfit hilft dir dabei, dich aufs Arbeiten einzustimmen und lässt dich schneller in den Arbeits-Modus umschalten. 

 

3. Pflege die Kommunikation mit den Kollegen 

Da im Home Office die direkt Kommunikation mit den Kollegen über den Schreibtisch hinweg entfällt, ist es besonders wichtig, den sonst persönlichen Kontakt so weit wie möglich über andere Kommunikationskanäle hinweg aufrechtzuerhalten. Gewöhne dir auch hier am besten eine gewisse Routine an. Die kann beispielsweise so aussehen, dass du dich morgens nach Arbeitsbeginn kurz mit deinen direkten Kollegen per Telefon, Videocall oder Chatprogramm über den bevorstehenden Tag, eventuell anstehende Termine und To-Dos austauschst. Ein solches freundliches „Guten Morgen“ ist nicht nur nett, sondern hilft dir auch dabei, kurz auszuloten, welches Team-Mitglied den Tag über wann greifbar ist. Zudem lassen sich auch Fragen und Probleme auf diesem Weg direkt besprechen und im Idealfall lösen. Zusätzlich tragen regelmäßig anberaumte virtuelle Meetings dazu bei, dass auch innerhalb des Teams alle über aktuelle Projekte und deren Stand informiert sind. 

 

4. Vermeide Ablenkung durch Smartphone und Social Media

Neben den drei großen Homeoffice-Fallen Bett, Küche und Fernseher bergen auch Smartphone und Social Media großes Ablenkungspotenzial und erweisen sich damit als echte Produktivitäts-Killer.

So wichtig es auch ist, im Home Office mit Vorgesetzten und Kollegen in Verbindung zu bleiben, so entscheidend ist es, die private Kommunikation während der Arbeitszeit so weit wie möglich zu reduzieren, um ständige Ablenkung zu vermeiden. Zudem fällt es leichter, die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit aufrecht zu erhalten, wenn wir uns privaten Telefonate, Sprachnachrichten und Whatsapp-Nachrichten mit Familie und Freunden ganz in Ruhe nach Feierabend widmen. Je mehr sich Arbeits- und Privatleben vermischen, umso gestresster fühlen wir uns nämlich und Stress wirkt sich negativ auf unsere Produktivität aus. Genauso wie du dich nach getaner Arbeit auf deinen Partner oder deine Kinder konzentrieren möchtest, solltest du dich also während der Arbeitszeit auf die damit zusammenhängenden Aufgaben konzentrieren. Schalte dein privates Telefon wenn möglich also auf lautlos und ignoriere auch deine Social Media Kanäle. Denn aus einem Schnell-mal-bei-Instagram-vorbeischauen wird schnell eine Stunde, in der du dir sämtliche neu hochgeladene Posts und Storys im Feed anschaust. Stelle daher auch die Benachrichtigungen deiner Social-Media-Kanäle auf stumm und widme dich erst nach Feierabend ausführlich deren Pflege. 

 

5. Lege regelmäßige Pausen ein 

Arbeiten wir im Homeoffice, tendieren wir dazu, es mit den Arbeits- und Pausenzeiten nicht ganz so genau zu nehmen und arbeiten oft mehr als das im Büro der Fall ist. Zudem fallen unsere Pausen vielfach kürzer oder nicht selten auch mal ganz aus. Grund dafür: Durch die wegfallende direkte Kontrolle durch Vorgesetzte und Kollegen haben wir im Homeoffice das Gefühl, uns beweisen zu müssen und betrachten Pausen daher oft eher als Zeitverlust denn als Chance auf folgende produktive Arbeitsphasen. Dabei tuen wir uns keinen Gefallen, wenn wir im heimischen Arbeitszimmer zum Workaholic mutieren. Denn regelmäßige Pausen sind wichtig. Die kurzen Auszeiten geben uns und unserem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und halten damit letztendlich den Fokus aufrecht und unsere Produktivität hoch. 

Doch nun einfach die Mittagspause an den Schreibtisch zu verlegen und während des Essens weiterzuarbeiten, ist ebenfalls keine Lösung und der Schreibtisch sollte ausschließlich ein Platz zum Arbeiten bleiben. Geschieht das Essen nämlich auf Dauer nur so nebenher, kannst du zum einen nicht wirklich mal abschalten, zum anderen besteht die Gefahr, dass du zum Stress-Esser wirst: Statt dir mittags Zeit für eine gesunde Mahlzeit zu nehmen, tigerst du für kleine Snacks ständig zwischen Schreibtisch und Kühlschrank hin und her und hast so am Ende des Tages weder richtig gegessen noch produktiv gearbeitet. 

Berücksichtige stattdessen in deinem Tagesplan nicht nur Arbeitszeiten, Termine, Aufgaben, Abgabetermine und Prioritäten, sondern auch feste Pausenzeiten. Nimm dir morgens Zeit für ein ausgewogenes Frühstück, bevor du in den Arbeitstag startest, stelle dir ausreichend Wasser bereit, verlasse für deine Mittagspause deinen Schreibtisch, bereite dir einen gesunden Mittagssnack zu, drehe anschließend im Idealfall noch eine kleine Runde an der frischen Luft und kehre dann voller neuer Energie an deinen Schreitisch zurück.