Bambus statt Plastik - so gelingt der Umstieg

Ein Leben ohne Plastik ist möglich – wenn auch nicht immer gerade am Anfang ganz einfach. Was allerdings nahezu problemlos möglich ist, ist ein Umstieg hin zu einem plastikbewussten Leben, bei dem man auf unnötigen Plastikverbrauch verzichtet ohne sein Leben allzu stark einzuschränken. Wir wollen Dir in diesem Text beide Lebensmodelle vorstellen, Dir potentielle Variationen des Umstiegs hin zu einem plastikfreien Leben vorstellen sowie Dir einige konkrete Tipps rund um das Thema Plastikvermeidung geben.

Bambus statt Plastik – bewusst den Umstieg planen

Die Entscheidung für ein plastikfreies Leben sollte man bewusst planen. Denn seien wir doch einmal ehrlich: Einfach sind derlei weitreichende Umstellungen im Leben am Anfang nie. Während sich einige Aspekte hin zu einem plastikfreien Leben – z.B. der Verzicht auf Einwegplastiktüten – leicht realisieren lassen, bedeuten andere Aspekte mehr Aufwand, Planung und manchmal auch Verzicht. Sei Dir also dessen bewusst, dass der Weg, der vor Dir liegt, nicht immer einfach sein wird. Du wirst ihn sicherlich mal besser, mal schlechter meistern. Aber sei Dir auch dessen bewusst: Schon mit ein klein bisschen Plastik-Verzicht kannst Du viel bewirken. Und gleich noch ein Tipp: Schummel lieber einmal, wenn es wirklich nötig wird. Das ist immer noch besser als alles einfach frustriert hin zu schmeißen.

Müll am Strand

Bild von H. Hach

 

Übrigens:
Wir finden, dass ein Umstieg auf ein plastikfreies, nachhaltiges Leben nicht bedeuten sollte sich sofort von allen Plastikprodukten in seinem Leben zu trennen. Vielmehr sollten diejenigen Produkte, die Du bereits besitzt, noch zweckmäßig aufgebraucht werden. Plastikdosen, Plastiklöffel etc. halten immerhin zumeist Jahre. Dementsprechend solltest Du diese lieber erst einmal weiterverwenden – und nicht unbedingt sofort ersetzen. Denn auch Produkte aus nachwachsenden Ressourcen wie zum Beispiel Bambus belasten die Umwelt während der Herstellung und es entstehen Transportkosten. Am nachhaltigsten bzw. umweltfreundlichsten ist daher natürlich immer gar kein Konsum. Dadas natürlich auch nicht möglich ist, macht es am meisten Sinn nach und nach vorhandene Plastikprodukte zu entsorgen und wo es möglich ist keine neuen anzuschaffen.
Und selbst wenn Du dich tatsächlich radikal von allem Plastik in deinem Leben trennen willst: Verschenk es doch einfach an Freunde oder Familie. Die freuen sich sicherlich über das eine oder andere Produkt.

Um den Umstieg zu planen, empfehlen wir Dir dich zudem ausführlich über das Thema Plastik und Plastikvermeidung zu informieren. Besonders empfehlenswert ist hier der eine oder andere interessante Blog oder YouTube Channel. In diesem Text wollen – bzw. vielmehr können -  wir Dir nur einen groben Überblick über die Idee „Plastikfrei“ geben.

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Bambus statt Plastik – voller Verzicht oder Reduzierung?

Will man wirklich 100% plastikfrei leben? Oder probiert man den Plastikverbrauch „nur“ zu miniminieren? Während ersteres aufwendiger in der Umsetzung ist, lässt sich letzteres bequem in den Alltag integrieren. Zudem bedeutet ein vollständiger Umstieg zumeist mehr Verzicht, während man bei einer Reduzierung noch die eine oder andere lieb gewonnene Attitüde beibehalten kann. Aber es ist auch wichtig anzumerken, dass wenn man den Umstieg einmal geschafft, einem der Verzicht gar nicht mehr so groß erscheint. Plastikfrei lässt sich mit ein wenig Erfahrung, Planung und Engagement gut in den Alltag integrieren. Vorschreiben was für Dich die korrekte Variante ist, wollen wir Dir nicht. Das ist jedem selbst überlassen. Hauptsache ist letztendlich, dass man sich des Problems Plastik bewusst ist.

Bambus statt Plastik – Arten des Umstieges

Potentiell kann der Umstieg in ein plastikfreies Leben auf zweierlei Arten erfolgen:

1. der radikale Umstieg (ohne Wenn und Aber)
2. der sanfte, stückchenweise Umstieg

Welche Variante die Bessere ist, ist abhängig vom Typ. Während manche lieber von einem Tag auf den anderen ihr Leben umkrempeln, benötigen andere einen sanfteren Weg. Der Mensch schreckt in der Regel vor zu viel Veränderung auf einmal zurück und wagt sich dann oftmals nicht daran eine Änderung in seinem Leben vorzunehmen.

Einen Tipp haben wir aber schon für dich: Vielleicht hast Du ja bereits unbewusst Erfahrung mit einer ähnlichen Situation gemacht? Bist Du beispielsweise bereits Vegetarier geworden? Oder hast Du mit dem Rauchen aufgehört? Der Umstieg in ein plastikfreies Leben ist diesen Situationen an und für sich ganz ähnlich. Was erst einmal wie eine große Hürde erschien, kann überwunden werden. Wir empfehlen basierend auf diesen Erfahrungen den Umstieg zu planen.

Hinterlasse Fussspuren, keinen Müll

Bild von SatyaPrem

 

Bambus statt Plastik – 19 Tipps rund um ein plastikfreies Leben

In diesem Textabschnitt wollen wir Dir einige konkrete Beispiele für ein Leben ganz ohne Plastik nennen. Einige dieser Tipps sind sehr leicht umzusetzen, andere schon schwieriger. Picke Dir einfach diejenigen zuerst raus, die Dir am realistischsten als umsetzbar erscheinen.

1. Keine Plastikbeutel benutzen

Mehr als 80% der Deutschen verzichten bereits beim Einkauf auf die Verwendung von Plastikbeuteln. Was früher belächelt wurde, ist inzwischen fast gängige Praxis im Supermarkt. Nutze doch lieber statt Plastik einen Jutebeutel oder einen Korb. Wichtig ist dabei aber: Jutebeutel müssen insgesamt 138x verwendet werden, um nachhaltiger als ein Plastikbeutel zu sein.

2. Wochenmarkt, Bäcker und Co.

Wochenmärkte, Bäcker, Metzger und Co. können Dir dabei helfen deinen Plastikkonsum zu reduzieren. Dort werden die Nahrungsmittel grundsätzlich erst einmal unverpackt angeboten und nur für den Kunden endverpackt. Scheue nicht davor zurück an der Theke zu fragen, ob Du die Nahrungsmittel in eigens mitgebrachte Gefäße füllen kannst. Was erst einiges an Überwindung kosten mag, ist für die meisten Lebensmittelverkäufer gar nicht mehr so unnormal. Gerade auf dem Wochenmarkt ist der Tragekorb oder Jutebeutel inzwischen der Standard.

Bäcker, Brot

Bild von Free-Photos

 

3. Gefäße zum selber abfüllen

Punkt 2 leitet uns direkt über zu Punkt 3: Gefäße zum selber abfüllen. Und auch wenn jetzt vielleicht der eine oder andere Plastikvermeider zurückzucken wird: Tupperware aus Plastik bietet sich hier ideal an. Sie sind hygienisch, leicht und wiederverwertbar. Glasgefäße sind hingegen eher was für die Lagerung zu Hause, sind sie doch viel schwerer als Plastik und zerbrechen schnell.  

4. Wasser aus dem Wasserhahn

Wasser aus dem Wasserhahn schmeckt nicht nur gut, sondern schont auch die Umwelt. Natürlich kann man nicht überall in der Welt das Wasser aus dem Hahn bedenkenlos zu sich nehmen, aber zumindest in Deutschland wird das Wasser strengstens kontrolliert. Wer auf die Kohlensäure nicht verzichten mag, sollte sich zudem einen Sprudler zulegen. Wasser aus dem Hahn spart Dir nicht nur alles in allen viel Schlepperei, sondern vor allem auch bares Geld ein.

Leitungswasser trinken

5. Unverpackt Läden

Ein neuer Trend sind unverpackt Läden. Dort erhältst du alles – Nudeln, Reis, Bohnen, Gemüse und Co. – im unverpackten Zustand. Man erwirbt vor Ort oder bringt besser noch von Zuhause Gefäße mit, in denen die Lebensmittel dann abgefüllt werden. Allerdings ist hier anzumerken, dass die unverpackt Läden im Vergleich zum herkömmlichen Supermarkt teurer sind. Wer knapp bei Kasse ist oder für eine Familie aufkommen muss, kann sich dies – leider – oft nicht wirklich leisten.

6. Keine ToGo Produkte

ToGo-Produkte gehören zu den NoGo’s. Kaum ein Produkt weißt mehr unnötige Verpackung auf als ein ToGo-Produkt. Einzeln verpackte Beutelchen sollen die Bestandteile des Mahls frisch halten, produzieren dabei aber Unmengen an Müll.  Koche Dir lieber alternativ dein Essen vor und bringe es in wiederverwendbaren Behältern mit zur Arbeit oder Schule. Beim Kaffe ToGo gilt: Nimm deinen eigenen Kaffeebecher mit, dann ist das kein Problem.

Kaffeebecher ToGo mit Herzchen

 

7. Unverpackte Reinigungsmittel

Seife am Stück, Zahnpasta in Form von Brausetabletten – unlängst macht plastikfrei auch vor Reinigungsmittel nicht mehr Halt. Gerade die Seife am Stück für Haut und Haare ist eine einfache Alternative zu Duschgels und Co.

8. Größere Nachfüllpacks

Wer nicht ganz auf Flüssigseife und Co. verzichten will, sollte sich zumindest überlegen auf die größeren Nachfüllbeutel zurückzugreifen. Auf mehr Produkt kommt hier weniger Verpackungsmüll. Das ist zwar noch nicht plastikfrei, aber weitaus umweltfreundlicher als die konventionelle Variante.

9. Hygieneartikel aus natürlich nachwachsenden Stoffen

Hygieneartikel machen einen Großteil am Plastikmüll aus. Ein Klassiker ist hier die Zahnbürste. Statt aus Plastik kannst Du diese inzwischen auch aus Bambus hergestellt erhalten. Rasierer lassen sich wiederum durch traditionelle Rasierhobel aus Holz und Metall ersetzen. Andere Dinge erscheinen da aber schon weitaus aufwendiger beim Austauschen: Menstruationstassen oder waschbare Binden sind definitiv nicht für jeden was.

Bambuszahnbürste

 

10. Küchenartikel aus natürlich nachwachsenden Stoffen

Küchenartikel werden heutzutage oftmals bereits aus plastikfreien Alternativen angeboten. Holz, Bambus aber auch Porzellan und Glas sind hier weitverbreitete Alternativen. Achte einfach beim Neukauf darauf eben beispielsweise nicht zum Plastik- sondern zum Bambusschneidebrett zu greifen!

11. Plastikfreie, wiederverwertbare Tücher / Schwämme

Abtrockenhandtücher machen es eigentlich schon vor: Sie sind über Jahre hinweg wiederverwendbar. Wieso nicht das gleiche im Falle von Schwämmen und Tüchern allgemein machen? Sei es altmodische Stofftaschentücher oder Spültücher und Schwämme aus biologisch abbaubaren Material wie Bambusfasern. Alternativen auf dem Markt sind unlängst verfügbar. Aber selbst wer nicht auf die herkömmlichen Schwämmchen verzichten mag, kann diese immer noch nach 2-3 Tagen Nutzung bei 60°C in der Waschmaschine reinigen. So sind diese mehrmals nutzbar und Du schonst ganz nebenbei die Umwelt. Übrigens: Küchenpapier braucht eigentlich niemand. Man kann kleine Malheure genauso gut mit einem Schwämmchen entfernen und dieses im Anschluss reinigen. 

Nachhaltiger Naturschwamm

12. Glasflaschen & Glasgefäße

Joghurt, Milch und Co. gelangen oft in Plastikbechern- oder Flaschen in den Supermarkt. Doch auch hier gibt es Alternativen: Einige Anbieter füllen ihre Produkte gezielt in Glasflaschen ab. Anzumerken ist hier jedoch, dass Glasverpackungen um einiges schwerer sind als Tetrapaks. Das belastet die Umwelt beim Transport. Das Gelbe vom Ei sind diese dahingehend also leider nicht.

13. Stoffwindeln

Klar, Einwegwindeln sind bequem, aber Umweltfreundlichkeit sieht wirklich anders aus. Ein Baby benötigt teils ein halbes Dutzend Windeln pro Tag. Das sind wahre Müllberge die sich da im Laufe eines Babylebens anhäufen. Alternativ kannst Du auf Stoffwindeln umsteigen. Diese sind waschbar und damit wiederverwendbar. Wer hierauf keine Lust hat: Windelfrei benötigt zwar einiges an Ausdauer, aber einmal umgesetzt ist das Leben dann mit windelfreien Kind umso entspannter.

Mullwindel, Stoffwindel, Spucktuch

14. Kein Kapselkaffee

Kapselkaffee produziert Unmengen an Müll – wahlweise in Form von Aluminium oder Plastik. Selbst die neusten Varianten von Kapselkaffee, die aus Bioplastik bestehen, erwecken nur den Schein von mehr Umweltfreundlichkeit. Der Bioplastik, aus denen sie bestehen, ist zwar potentiell biologisch abbaubar, wird aber von den Müllentsorgern aus der Biotonne aussortiert und der Verbrennung zugeführt. Dieses Prozedere ist darauf zurückzuführen, dass sich Bioplastik nicht innerhalb der Rotationszeit moderner Kompostierungsanlagen zersetzen lässt. Außerdem bietet er kaum Mehrwert für den Kompost. Verzichte also lieber auf Kapselkaffee.

15. Backpapier, Alufolie und Frischhaltefolie

Backpapier sowie Alu- und Frischhaltefolie benutzt man häufig nur einmal, ehe man sie entsorgt. Dabei gibt es unlängst Alternativen hierzu. Statt Alu- und Frischhaltefolie kann man zum Beispiel geschlossene Aufbewahrungsbehältnisse nehmen; Frischhaltefolie lässt sich zudem perfekt durch ein Bienenwachstuch ersetzen. Beim Backen tut es statt Alufolie wiederum auch eine Auflaufform zum garen von Spargel und Co. Droht der Kuchen von oben zu dunkel werden, sollte man in der Temperatur runter gehen und dem Kuchen lieber ein wenig mehr Zeit gönnen. Backpapier lässt sich wiederum durch wiederverwertbare Backmatten ersetzen – oder man fettet das Backbleck wie früher üblich einfach gut ein.

Bienenwachstuch, Wachstuch, Alternative zur Frischhaltefolie

16. Abbaubare Müllbeutel

Müllbeutel nehmen einen großen Teil unseres Mülls ein. Reduzieren lässt sich dies durch umweltfreundlichere Müllbeutel aus abbaubaren Bioplastik. Zwar besitzt Bioplastik noch seine ganz eigenen kleinen Schwächen, aber besser als herkömmliches Plastik ist er alle Mal.

17. Verzicht auf Kosmetika mit Mikroplastik

Mikroplastik akkumuliert stetig in der Umwelt. Verzichte darum bitte auf Kosmetik-Artikel mit Mikroplastik. Deine Kosmetika sollten keineswegs Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephtalat (PET) enthalten.

18. Obst- und Gemüsenetze

Viele Kunden greifen inzwischen wie bereits gesagt statt zur Plastiktasche zum Jutebeutel beim Einkaufen. Einhalt findet diese neue Ökofreundlichkeit jedoch oftmals beim Obst und Gemüse. Selbst Bananen werden gerne in den kleinen Plastiktragebeutel verpackt; der Kauf von losem Lebensmittel so aber auch ab absurdum geführt. Bestenfalls wird der Tragebeutel im Anschluss noch als Müllbeutel benutzen, da sie aber oftmals so fein und dünn sind, reißen die Beutel schnell ein und werden darum oft direkt Zuhause entsorgt. Wir empfehlen alternativ für kleinere, lose Nahrungsmittel Obst- und Gemüsenetzte zu verwenden; die sind zwar erst etwas teurer in der Anschaffung, können aber unzählige Male verwendet werden. Härteres Obst und Gemüse wie Bananen oder Äpfel müssen zudem nicht immer zwingend verpackt werden.

Obst- und Gemüsenetz, Einkaufsnetz für Obst und Gemüse

19. „Keine Werbung“-Aufkleber

Die nervigen Werbeflyer und Broschüren häufen sich rasch zu wahren Müllhaufen an. Und ganz ehrlich? Wer schaut diese zahllosen Prospekte schon wirklich durch? Wer unbedingt Sonderangebote seines Supermarkts mitbekommen will, kann inzwischen auch auf praktische Werbe-Apps zurückgreifen. Wir empfehlen darum: „Keine Werbung“-Aufkleber anbringen und so Plastik und anderen Müll vermeiden.

Nachwort:

Plastikfrei zu leben ist sicherlich ein erstrebenswertes Ziel. In bestimmten Bereichen hat Plastik aber durchaus (noch) seinen Sinn. Ob nun für den medizinischen Bereich in Form von Einweghandschuhen oder als extraleichte, aber zugleich stabile Bestandteile von Produkten wie Autos, Fernseher etc.; manchmal ist Plastik (noch) unersetzbar. Andere Produkte erhält man zudem noch nicht einmal unverpackt (z.B. Medikamente). Mach Dir also keinen allzu großen Kopf, wenn es manchmal einfach nicht anders geht. Sei lieber stolz auf Dich, dass Du deinen Plastikkonsum bereits so stark reduziert hast!

 

Bambus statt Plastik – oder was hat das alles mit Bambus zu tun?

Wenn Du dich jetzt fragst, was Plastikverzicht mit Bambus zu tun hat, wollen wir Dir zuletzt noch hierauf eine Antwort geben. Bambus anstelle von Plastik zu benutzen bedeutet, einen natürlich nachwachsenden Rohstoff, der zu 100% abbaubar ist, zu benutzen.  Das schont die Umwelt. Von den Produkteigenschaften ist Bambus absolut vergleichbar mit Holz einzusetzen. Es ist stabil und zugleich flexibel, widerstandsfähig, langlebig und zugleich vielseitig.

Und des Guten nicht genug: Bambus ist in manch einem Aspekt „besser“ als viele herkömmliche Hölzer. Von Kleinstbauern angebaut, benötigt es nur wenig Dünger, keine Pestizide und keine ausgeklügelte Bewässerung. Da jährlich nur ca. 20% an Halmen pro Pflanze geerntet werden, bleibt das Ökosystem Bambuswald auch nach der Ernte noch intakt. Der Erosion wird so vorgebeugt und zahllose Tiere verlieren nicht ihren Lebensraum. Nicht nachhaltig bewirtschaftete  Wälder - gerade in den Tropen – werden hingegen oftmals völlig kahlgeschlagen und der Verödung preisgegeben. Negativ aufschlagen tut wiederum der Transport beim Bambus: Der Anbau des Bambus findet oft in China bzw. dem asiatischen Raum generell statt. Dennoch darf man bei diesem Punkt nicht vergessen, dass auch zahlreiche Plastikprodukte aus China kommen und dann liegt Bambus definitiv wieder vorne.

Was Bambus aber wirklich von den Hölzern abhebt ist die Tatsache, dass es im Verhältnis zum Baum extrem schnell erntereif ist. Da Bambus bis zu 1m pro Tag wachsen kann, ist er bereits nach 3-5 Jahren vollständig verholzt und damit erntereif. Herkömmliche Hölzer benötigen hingegen mindestens 30 Jahren – bei Tropenhölzern sogar 70 bis 80 Jahre. Bambus kann folglich unseren Hunger nach mehr Rohstoffen besser befriedigen als Holz.

Bambus statt Plastik – unser Fazit

Probiere doch einfach einmal ein plastikfreies oder ein plastikreduziertes Leben aus! Selbst wenn Du es nicht schaffst vollständig plastikfrei zu leben, ist auch schon ein Verzicht auf gewisse Teilprodukte förderlich für die Umwelt. Die meisten Personen passen ihr Leben zudem schrittweise an ein Leben ohne Plastik an, d.h. sie verzichten zunehmend auf mehr Plastik im Leben. Solltest Du noch Fragen zum Thema plastikfrei oder unseren Produkten haben, kontaktiere uns gerne unter kundenservice@deinbambuswald.de oder über unsere Social Media Kanäle.